Ständige Fortbildung ist unser Erfolgsrezept

31.05.2020 - Herzlich willkommen auf unserem ersten Blogbeitrag hier in der Französisch-Sprachgruppe des BDÜ Bayern. Fortbildung ist unser zentrales Thema heute, denn Übersetzer und Dolmetscher bilden sich ständig fort, lernen täglich hinzu, bleiben für Sie sprachlich und fachlich am Ball und erstellen nicht zuletzt Glossare über aktuelle Themen wie die Corona-Pandemie, um Ihre Texte stets wortgewandt, stilsicher und schnell in die Zielsprache zu übertragen.

Nicht nur in Zeiten von COVID-19-bedingte Ausgangsbeschränkungen, sondern das ganze Jahr über nimmt jede einzelne von uns an Fortbildungen teil, seien es Präsenzseminare, Gruppentreffen mit Impulsvorträgen, Webinare des Bundesverbandes der Übersetzer und Dolmetscher (BDÜ) oder anderer, internationaler Übersetzerverbände, das Studium der Verbandzeitschriften mit stets aktuellen Informationen über den Übersetzer- und Dolmetschermarkt, neue Tools und Best Practices oder das Folgen oder Abonnieren von Kollegen in den Social Media. So halten wir vom Home Office aus Kontakt nach außen und stellen sicher, dass wir mit den digitalen Entwicklungen in der Übersetzungsbranche Schritt halten und unsere Arbeitsweise immer wieder aufs Neue auf den Prüfstand stellen und ökonomisch gestalten.

Online-Konferenzen statt Präsenzmeetings

Aktuell haben wir uns alle in die Möglichkeiten von Online-Videokonferenzen eingearbeitet, haben Skype-, Zoom- und Jitsi-Meetings ausprobiert, haben uns mit diesem für uns Freelancer mitunter neuen Medium vertraut gemacht, haben gelernt, das Mikro während des Zuhörens auszuschalten und für Wortmeldungen die Hand zu heben und das Mikro einzuschalten. Als Gruppe treffen wir uns auch auf GoToMeeting, für dieses kostenpflichtige Portal hat der Landesverband des BDÜ Bayern dankenswerterweise eine Lizenz erworben, die wir nutzen können. 

In unseren neuen Online-Meetings tauschen wir uns nicht nur darüber aus, wie es uns geht, wie wir mit Home Office und Home Schooling zurecht kommen und wie die Auftragslage ist, sondern geben uns auch Tipps zu neuen Tools und interessanten Online-Portalen, sprechen über das „confinement“ und „déconfinement“, also die Ausgangsbeschränkungen und Lockerungen in anderen Ländern und prosten uns aus der Ferne mit einem Glas Wein zu – in der Hoffnung, uns bald wieder in echt die Hände schütteln und die französischen "bises" austauschen zu können.

Enge Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe

Die Mitglieder der Französisch-Sprachgruppe sind seit ihrer Gründung vor 20 Jahren eng miteinander vernetzt und arbeiten vertrauensvoll zusammen, geben oder vermitteln sich gegenseitig Aufträge, empfehlen sich untereinander und klären Termfragen über die E-Mail-Liste. 

Diese enge, vertrauliche Zusammenarbeit ist eine der Grundlagen für unseren Erfolg, denn nicht jede kann jeden Text gut und schnell in die deutsche oder in die französische Sprache übersetzen. Wir haben alle unterschiedliche Fachgebiete, Schwerpunkte und Erfahrungshorizonte und sind je nach Muttersprache in die eine oder andere Richtung besser und schneller. 

Auch haben wir in der Gruppe Tandems, die aufeinander eingespielt sind und sich gegenseitig Korrektur zu lesen – stets im Sinne eines bestmöglichen Übersetzungsergebnisses. Wenn Sie als Leser nicht merken, dass ein Text eigentlich eine Übersetzung ist, dann ist das Ergebnis für uns perfekt.
    
Auswahl der passenden Übersetzerin oder Dolmetscherin

Auf unserer gemeinsamen Website präsentieren wir uns in einer Übersicht mit Stichpunkten zu unseren Fachbereichen, z. B. „Wirtschaft, Recht, Finanzen, Versicherungen“, „Recht, Marketing, Urkunden, Zeugnisse“, „Medizin, Pharmazeutik, Technik, Musik“ oder „Technische Dokumentation, Patentschriften, Marketing“, um nur einige Profile zu nennen. Wenn Sie auf das gewünschte Profil klicken, finden Sie eine Auflistung der spezifischen Fachgebiete zur weiteren Orientierung. 

Diese Fachgebiete sind natürlich immer nur eine Auswahl, zeigen aber grundsätzlich auf, in welchen Fachbereichen die jeweilige Ansprechpartnerin tätig ist. Und ganz wichtig: Wir alle sind natürlich darauf trainiert, uns schnell in neue Fachgebiete einzuarbeiten, uns im Handumdrehen neues Wissen anzueignen und dieses zu nutzen und bei verbleibenden Unklarheiten bei unseren Kunden nachzufragen und/oder „Anmerkungen des Übersetzers“ in den Text einzufügen.
    
Ganz oben in den Sprachrichtungsrubriken haben Sie auch die Möglichkeit, die Anzeige nach Name, Stadt, PLZ und Fachgebiet zu sortieren. So wird Ihnen mit nur wenigen Mausklicks die passende Kollegin angezeigt.

Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail

Sie erreichen uns stets per Telefon und E-Mail. Sollten wir telefonisch gerade nicht verfügbar sein, rufen wir zeitnah zurück. Für ein Angebot oder einen Kostenvoranschlag ist es hilfreich, der ausgewählten Übersetzerin die betreffenden Dateien per E-Mail zu schicken, die in jedem Fall streng vertraulich behandelt werden. Das gleiche gilt für Dolmetscheinsätze: Bitte nennen Sie uns den konkreten Termin und Ort, damit wir gleich checken können, ob wir selbst verfügbar sind oder eine Kollegin empfehlen können.

Ganz gleich, welche Anfrage Sie an uns richten: Wir versuchen immer, Sie kompetent zu beraten und Ihnen das beste Angebot zu unterbreiten. Und wenn wir selbst für Ihren Text nicht der richtige Ansprechpartner sind oder kurzfristig keine Kapazitäten haben, dann finden wir die richtige Kollegin für Sie.

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Grenzen der maschinellen Übersetzung

Alle Mitglieder der Französisch-Sprachgruppe setzen sich natürlich auch tagtäglich mit den verschiedenen Formen und Reifegraden der maschinellen Übersetzung auseinander, binden Language Clouds in unsere SDL Trados Projekte ein, lassen uns von DeepL und Co. inspirieren, um schnell den richtigen Term zu finden. 

Doch Vorsicht, und darauf möchten wir ganz deutlich hinweisen: Eine maschinelle Übersetzung kann den Humanübersetzer nicht ersetzen. Die Maschine denkt nicht mit, sondern puzzelt aus vorhandenen Datenbankeinträgen eine Übersetzung zusammen, die auf den ersten Blick dann durchaus nach brauchbarem Deutsch oder Französisch aussieht. Bei der näheren Betrachtung aber schnell klar wird, dass das so nicht ungeprüft verwendbar ist. Die Maschine arbeitet rein satzbasiert und fängt bei jedem neuen Satz auch wieder von "Null" an. Das heißt, ein konsistenter Einsatz von Fachterminologie und auch das Erlernen firmeneigener Terminologie finden nicht statt. hinzu kommen Negationsfehler, Bezugsfehler, Syntaxfehler, Fachbegriffsfehler, die Liste ist lang – und die Risiken für Ihre Geschäftsbeziehungen sind hoch. 

Wir Übersetzer, die jeden Tag in unseren Sprachen und Fachgebieten unterwegs sind, sehen immer wieder, wie schnell auch die neuronale maschinelle Übersetzung an Ihre Grenzen stößt. 

Hier kommt das Post-Editing ins Spiel, die leichte oder auch starke Überarbeitung der maschinell generierten Übersetzung. Gerade bei sehr individuell gehaltenen Medizin-, Rechts- oder Marketingtexten, um nur einige zu nennen, ist das Post-Editing mitunter sehr mühsam und zeitintensiv, sprich, mit Post-Editing wird nicht unbedingt Zeit und Geld gespart.

Der Humanübersetzer haftet für das, was er liefert

Der Humanübersetzer oder humane Post-Editor haftet für die Vollständigkeit und die Richtigkeit seiner Übersetzung, da darf kein Sinnfehler übersehen werden, da muss die Übersetzung an die fachliche oder kulturelle Zielgruppe angepasst und auf Anhieb verständlich sein, und möglicherweise soll die Übersetzung auch noch beglaubigt werden … 

Kostenlose Online-Übersetzungsportale

Übersetzern eine online, per Google Übersetzer oder DeepL generierte maschinelle Übersetzung zum Lektorieren vorzulegen, ist für diese noch immer eine undankbare Aufgabe. Anders verhält es sich natürlich mit Übersetzungen, die aus einer firmeneigenen Datenbank generiert wurden und von einem in Ihr Thema eingearbeiteten Übersetzer geprüft und ergänzt werden. Auch kann die maschinelle Übersetzung von Standardtexten durchaus weiterhelfen, wenn das Thema in der jeweiligen Maschine schon gut dokumentiert ist. 

Und natürlich sind maschinelle Übersetzungen in die und aus der Lingua Franca, dem Englischen, in aller Regel besser als in das und aus dem Französischen. Die Datenbanken und neuronalen Programmierungen sind in Bezug auf die englische Sprache um ein Tausendfaches größer und besser gefüttert als bei allen anderen Sprachen. 

Professionelle Übersetzungstools: SDL Trados und MemoQ

Viele von uns arbeiten mit dem Translation Management System SDL Trados 2019 und der Terminologiedatenbank MultiTerm und/oder auch mit der Übersetzungsoberfläche MemoQ. Unsere Kunden profitieren von dem Einsatz dieser Tools durch konsistente Übersetzungsergebnisse, durch die Möglichkeit der Verarbeitung verschiedenster Dateiformate, durch die Beachtung der Unternehmensterminologie und durch degressive Wort- oder Zeilenpreise bei erheblichen Textwiederholungen innerhalb eines Übersetzungsprojektes oder bei der späteren Aktualisierung eines bereits übersetzten Textes. Gerne arbeiten wir uns auch in Ihre Übersetzungsoberfläche ein, wenn Sie ein firmeninternes Tool nutzen.

Wir haben uns getraut, dies ist unser erster Magazin-Beitrag – weitere werden in Kürze folgen. 

Unser Wunsch für Sie: Bleiben Sie gesund! - Prenez soin de vous ! - Stay safe!